Bürgermeister Jürgen Eisen zu den Auswirkung der vorläufigen Ausgangsbeschränkung“

Liebe Bürgerinnen und Bürger,  

der Bayerische Ministerpräsident hat am Freitag in einer Pressekonferenz eine bayernweite vorläufige Ausgangsbeschränkung verkündet. Sie soll ab Samstag, 21. März 2020, 00:00 Uhr für vorläufig 14 Tage in Kraft treten. Das öffentliche Leben soll nach den Worten des Ministerpräsidenten nahezu vollständig heruntergefahren werden.

Aktuelle Informationen gibt es auch jederzeit im Internetangebot der Bayerischen Staatsregierung unter www.bayern.de.

Die Ausgangsbeschränkung bedeutet vorerst für die Dauer von zwei Wochen, dass das Verlassen der eigenen Wohnung oder des eigenen Grundstücks nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Hierzu gehören unter anderem der Weg zur Arbeit, der Weg zum Arzt oder um einzukaufen.

Friseure, Bau- und Gartenmärkte sowie Restaurants und Gaststätten haben nicht mehr geöffnet, Ausnahmen siehe Positivliste (Anlage). Spaziergänge oder Radfahren sind weiterhin erlaubt, aber nur allein oder mit der Kernfamilie, nicht jedoch in Gruppen. Weitere Details werden durch die Staatsregierung noch folgen.

Diese Einschränkungen sind weitreichend – dennoch notwendig wegen der Unvernunft mancher Mitmenschen, die freiwillig keine Rücksicht auf die älteren und schwächeren unserer Gesellschaft nehmen!
Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass es leider trotz der vielfältigen Appelle, die sozialen Kontakte auf ein Minimum zu reduzieren, noch immer viel zu viele Uneinsichtige und Unvernünftige gibt.
Die Ausgangsbeschränkungen setzen nun klare Regeln, darüber, was in den kommenden beiden Wochen noch erlaubt ist, und was nicht.

Ich appelliere daher ganz entschieden an jede einzelne Bürgerin und jeden einzelnen Bürger:
Halten Sie sich an die Ausgangsbeschränkungen!
Bleiben Sie zu Hause!
Gehen Sie nur aus dem Haus, wenn Sie zur Arbeit gehen oder dringend zum Arzt oder zum Einkaufen müssen und befolgen Sie die Anweisungen unserer Regierung!
Ermahnen Sie auch bitte Ihre Angehörigen dies so zu tun!

Je schneller und entschlossener wir alle handeln und unsere sozialen Kontakte auf ein Minimum herunterfahren, kann die Verbreitung des Corona-Virus zu verlangsamt werden und damit Menschenleben gerettet werden.

Es geht jetzt um die Gesundheit eines jeden Einzelnen von uns: Um die Gesundheit von Kindern, von Erwachsenen und vor allem auch von älteren und vorerkrankten Mitbürgerinnen und Mitbürgern.
Bitte denken Sie daran: Es könnte auch Ihre Eltern, Großeltern und Verwandte treffen!

Wir stehen vor einer großen Herausforderung, hier müssen wir solidarisch sein um den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unseren Krankenhäusern eine Chance zu geben Menschenleben zu retten, hier hilft ausschließlich eine Verlangsamung der Pandemie, welche nur durch körperliche Distanz und angepasstem Sozialverhalten erreicht werden kann.

Helfen Sie Menschenleben zu retten, zeigen Sie Solidarität.

 

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